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Erfolgreiche Praxis

In Nordrhein-Westfalen gibt es gegenwärtig ca. 200 Integrationsunternehmen mit über 4.000 Arbeitsplätzen, davon rund 2.300 für Menschen mit Handicap. Integrationsunternehmen sind in den unterschiedlichsten Branchen aktiv, das Spektrum reicht von sozialen Dienstleistungen über Industrie, Handel, Handwerk, Hotel- und Gaststättengewerbe bis hin zu Multimedia- und IT-Firmen.

Seit dem Start des Landesprogramms im Sommer 2008 haben das Arbeitsministerium und die Landschaftsverbände für die Förderung von bislang ca. 200 Vorhaben grünes Licht gegeben. Dabei handelt es sich um Unternehmensneugründungen, die Einrichtung von Integrationsabteilungen oder die Erweiterung bestehender Integrationsunternehmen. So sind bislang 1.183 zusätzliche Arbeitsplätze für Menschen mit schweren Behinderungen entstanden (Stand: 30.6.2011).

Wirtschaftsdienste Hellersen – Motivation macht ein Handicap wett

Mitarbeiter eines IntegrationsunternehmensSeit mittlerweile 40 Jahren bietet die WIDI - Wirtschaftsdienste Hellersen GmbH textile Vollversorgung für Krankenhäuser und Altenheime an. Bei der Einstellung von zusätzlichem Personal ist die WIDI neue Wege gegangen und hat eine Integrationsabteilung eröffnet. Die Strategie erweist sich als Erfolg: Arbeitgeber und Beschäftigte sind sehr zufrieden. Und den behinderten Beschäftigten gelang der Wechsel von der Werkstatt für behinderte Menschen in den ersten Arbeitsmarkt.

Servicehaus Stemwede – Ein Gewinn für den ganzen Ort

Mitarbeiter eines IntegrationsunternehmensEin Bau-Service, eine Gärtnerei, hauswirtschaftliche Dienste, ein Supermarkt mit Tankstelle, Autowaschanlage und Fahrradwerkstatt: Die Angebotspalette des Servicehauses Stemwede ist breit gefächert – und leistet für die ländliche Strukturentwicklung einen wichtigen Beitrag. Es bringt nicht nur Menschen mit Behinderung in Arbeit, sondern sorgt auch dafür, dass die Bewohnerinnen und Bewohnern von Haldem, einer kleinen Ortschaft der Gemeinde Stemwede weiterhin wichtige Handwerksbetriebe direkt vor Ort haben.

TroService – Integration lohnt sich

Mitarbeiter eines IntegrationsunternehmensImmer mehr Schulen stellen auf Ganztagsbetrieb um und brauchen eine Versorgung mit Mittagessen. Für das Catering-Unternehmen TroService bedeutete diese Entwicklung mehr Aufträge und vor allem mehr Personal. Im Sommer 2009 richtete das Troisdorfer Familienunternehmen deshalb sechs neue Schulmensen ein – alle als Integrationsabteilungen. Die Erfahrungen sind so gut, dass weitere Abteilungen im Betrieb entstanden und geplant sind.

HolzTeam Esser - Menschen mit und ohne Behinderung bilden ein gutes Team

Mitarbeiter eines IntegrationsunternehmensDas HolzTeam Esser ist das erste Integrationsunternehmen im Kreis Düren. Schreinermeister Thomas Esser, zuvor viele Jahre in einer Werkstatt für behinderte Menschen beschäftigt, gründete den Betrieb im Oktober 2008. Von Anfang an war für ihn klar: „Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als Betriebsleiter einer Werkstatt wusste ich, wie leistungsfähig Menschen mit Behinderung sein können. Von Anfang an war ich zuversichtlich, dass wir auch wirtschaftlich erfolgreich sein können.“ Seine Einschätzung war richtig und der Start gelang trotz heraufziehender Wirtschaftskrise.

ecoverde GmbH: Garten- und Landschaftsbauunternehmen gründen Integrationsbetrieb

Logo ecoverde GmbHDie ecoverde GmbH ist eine der ersten Integrationsfirmen, die im Bereich des Garten- und Landschaftsbau entstanden sind. Die Gesellschafter, sechs mittelständische Garten- und Landschaftsbauunternehmen aus Nordrhein-Westfalen, wollten mit der Gründung auch ein Modell für weitere Unternehmungsgründungen erproben. Der Essener Betrieb erwies sich dabei schon nach kurzer Zeit als wirtschaftlich erfolgreich, so dass zwei weitere ecoverde-Firmen in Bonn und Wermelskirchen entstanden.

 

Lesetipp
Aus der Praxis

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Innova­tive Inte­grations­unter­nehmen in NRW