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Wege in Arbeit
Aktivierung und Coaching – Jobcenter erproben neue Beratungsansätze

Um die Dienstleistungen zur beruflichen Eingliederung von Arbeitslosen weiter zu entwickeln, erproben Jobcenter in NRW besondere Aktivierungsangebote. Im Rahmen eines Modellprojektes werden in zwei Phasen sogenannte Work-First-Ansätze eingesetzt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter bieten als Jobcoaches Arbeitslosen ein bewerbungs- und vermittlungsorientiertes Coaching an. Die Umsetzung an 18 Standorten ermöglicht, neue Beratungsmethoden und Organisationsmodelle zu erproben. Der Aktivierungsansatz beinhaltet auch einen Perspektivwechsel im Rollenverständnis von Jobcoaches und Kundinnen/Kunden: „Es ist Ihr Job, einen Job zu finden“, lautet das Motto. Eine neue Rubrik informiert zum ESF-geförderten Modellprojekt und stellt Downloads bereit, darunter den Abschlussbericht zur ersten Projektphase.
Landesweite Kampagne
Jugendliche und Eltern ausländischer Herkunft zur Berufswahl informieren

Um Jugendliche und Eltern ausländischer Herkunft gezielt für Bildungs- und Berufswege zu gewinnen, ist die landesweite Informationskampagne „Mein Beruf, meine Zukunft. Mit Ausbildung zum Erfolg!“ gestartet. „Eine gute Ausbildung ist ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Zukunft. Wir dürfen das große Potenzial an jungen Fachkräften hier bei uns im Land nicht ungenutzt lassen“, so NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider bei der Auftaktveranstaltung in Gladbeck. Die Kampagne, finanziert aus Mitteln des Landes und des ESF, wird von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH), dem Elternnetzwerk NRW und dem Projekt Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte durchgeführt. Fast 27 Prozent aller unter 18-Jährigen in Nordrhein-Westfalen haben ihre Wurzeln im Ausland. In den kommenden Monaten finden weitere Informationsveranstaltungen statt, die nächsten Termine vor den Sommerferien sind in Wuppertal, Köln, Paderborn und Düsseldorf.
Inklusionstour NRW
Essener Hotel beschäftigt und beherbergt Menschen mit und ohne Behinderungen

Im Rahmen der Inklusionstour besuchte der Staatssekretär im NRW-Arbeits- und Sozialministerium, Wilhelm Schäffer, das Hotel Franz in Essen. Über das Landesprogramm „Integration unternehmen!“ förderte das Land hier die Einrichtung von 18 Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. „Das ist gut angelegtes Geld, denn die Integration in Arbeit ist ein Schlüssel für die gesellschaftliche Teilhabe“, so der Staatssekretär. Das Hotel biete Inklusion im Doppelpack. „Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam dafür, dass die Gäste – egal ob Menschen mit Handicap oder ohne – sich wohlfühlen.“ Durch das Landesprogramm konnte in NRW die Zahl der Integrationsunternehmen in fünf Jahren auf 220 verdoppelt werden, etwa 2.600 Menschen mit Behinderungen finden hier dauerhafte Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt.
Übergang Schule-Beruf
Landesregierung setzt Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ konsequent um

Die Neugestaltung des Übergangs Schule-Beruf im Rahmen des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss“ wird von der Landesregierung konsequent umgesetzt. In den sieben Referenzkommunen, die das neue Übergangssystem eingeführt haben, erhalten schon jetzt deutlich mehr Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen eine Potenzialanalyse zur Verbesserung ihrer Berufsorientierung und absolvieren betriebliche Berufsfelderkundungen, um Einblick in unterschiedliche berufliche Arbeitsfelder zu bekommen. Anlässlich des Spitzengesprächs im Ausbildungskonsens NRW verwiesen Arbeitsminister Schneider und Schulministerin Löhrmann auf die Bedeutung von Praktikums- und Ausbildungsangeboten durch die Unternehmen. „Berufe und betriebliche Realität kann man am besten im Betrieb erfahren. Der Anteil der im Betrieb stattfindenden Berufsfelderkundungen muss zukünftig noch deutlich gesteigert werden.“
Marktwirtschaftsgespräche
Faire Arbeit: Mindestlöhne und gleicher Lohn bei gleicher Arbeit

Im Rahmen der Landesinitiative „Faire Arbeit - fairer Wettbewerb“ fanden in verschiedenen nordrhein-westfälischen Städten Marktwirtschaftsgespräche mit Arbeitsminister Guntram Schneider statt. Im Mittelpunkt standen Diskussionen, Informationen und gute Praxisbeispiele rund um die Themen Minijobs, Leiharbeit und auskömmliche Löhne. Beim neunten und vorerst letzten Marktwirtschaftsgespräch in Hamm betonte der Vertreter des Arbeitsministeriums Roland Matzdorf: Niemand könne der Erkenntnis ausweichen, dass sich der Arbeitsmarkt zunehmend spalte, in gut Verdienende und in eine wachsende Zahl prekär Beschäftigter. Die Landespolitik setze sich deshalb vehement für gleichen Lohn bei gleicher Arbeit, für Mindestlöhne zur Reduzierung des Niedriglohnsektors sowie für eine Begrenzung der Stundenzahl bei Minijobs ein, um so die verbreitete Praxis einer indirekten Stundenlohnsenkung zu stoppen. Alle Marktwirtschaftsgespräche sind mit Bericht und Fotogalerie dokumentiert.
NRW-Fachkräfteinitiative
Fachkräfte sichern! Nordrhein-Westfalen handelt – Broschüre informiert

Über die Landesinitiative zur Fachkräftesicherung informiert eine neue Broschüre. Die Publikation gibt einen Überblick über die Aktivitäten und stellt erfolgreiche Projekte vor, die bereits ihre Arbeit aufgenommen haben. Die Herausforderung der Fachkräftesicherung lässt sich nur gemeinsam mit den Sozialpartnern meistern. Führende Vertreter aus Wirtschaft und Politik ziehen in Interviews eine erste Zwischenbilanz und zeigen Schwerpunkte für weiteres Handeln auf. Mit der Landesinitiative stellt sich die Landesregierung einer zentralen Zukunftsaufgabe und unterstützt präventiv die nachhaltige Sicherung von Fachkräften. Schon jetzt sind erste Engpässe zu verzeichnen und es bedarf gemeinsamer Anstrengungen, um für den zukünftig zu erwartenden Fachkräftemangel gewappnet zu sein.
Dokumentation
Kein Abschluss ohne Anschluss – Bildungsträger als Partner beim Übergang Schule – Beruf

Das G.I.B.-Lohnhallengespräch im Mai beschäftigte sich mit der Rolle der Bildungsträger als Partner des Landesvorhabens „Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW“. Die Bildungsträger und ihre Verbände spielen bei der Umsetzung eine wichtige Rolle, betonte der Vertreter des NRW-Arbeitsministeriums Roland Matzdorf. „Keiner hat so viel Zielgruppenkompetenz wie die Träger“. Mit dem Leitbegriff „Kein Abschluss ohne Anschluss“, so der Ministeriumsvertreter, sei eine klare Orientierung des Landesvorhabens verbunden. Es gehe nicht um die Versorgung benachteiligter Jugendlicher, sondern um die Entwicklung individueller Anschlussperspektiven für alle jungen Menschen. Die Veranstaltung stieß auf ein großes Interesse. Rund 180 Fachleute beteiligten sich an der Diskussion. Die Dokumente zur Veranstaltung stehen zum Herunterladen bereit.
Initiative Demografie Aktiv
Gut aufgestellt gegen den Fachkräftemangel: Neues Siegel für NRW-Betriebe

Die ersten zwölf Betriebe aus Nordrhein-Westfalen haben das neue Siegel „Demografie Aktiv“ erhalten. Es wird gemeinsam vom NRW-Arbeitsministerium, den Gewerkschaften und den Arbeitgebern verliehen. Mit der Initiative „Demografie Aktiv“ unterstützen Land und Sozialpartner die Betriebe in NRW dabei, ihre Wettbewerbs- und Beschäftigungsfähigkeit im demografischen Wandel zu sichern. Bei der gemeinsamen Auftaktveranstaltung zur Initiative sagte Arbeitsminister Guntram Schneider: „In Zeiten des Demografischen Wandels müssen alternsgerechte Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt an erster Stelle stehen.“ Die zwölf prämierten Betriebe wurden zunächst In einem Pilotverfahren ausgewählt und erhielten nun das erstmalig verliehene Siegel. Bei der Anwerbung von Fachkräften kann es eine gute Hilfe sein.