Jobmappe NRW – Kompetenzen entwickeln und Ausbildung planen
Was zählt, sind Fähigkeiten und nicht allein Zeugnisse und Zertifikate. Um individuelle Kompetenzen von Jugendlichen mit weniger geradlinigen Ausbildungsbiografien zu erkennen und besser sichtbar zu machen, gibt es die Jobmappe NRW. Mit dem speziell für Nordrhein-Westfalen entwickelten Instrument können Jugendliche beim Übergang Schule – Beruf eigenständig ihren Ausbildungs- und Berufsweg planen und ihre Lernergebnisse dokumentieren. Die Jobmappe NRW, gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, ist zugleich ein Instrument der pädagogischen Förderbegleitung und unterstützt die Arbeit der Bildungsträger.
Informationen und Einsatzmöglichkeiten
Kompetenzbilanzierung unterstützen – das Instrument
Jugendliche auf dem Weg in Ausbildung und in die Berufstätigkeit müssen ihre Stärken kennen und brauchen Unterstützung bei der systematischen Feststellung ihrer Kompetenzen. Im Auftrag des Arbeitsministeriums Nordrhein-Westfalen entwickelte die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) deshalb die Jobmappe NRW und begleitete die Einführung.
Als Instrument der Kompetenzbilanzierung und der individuellen Qualifizierungs- und Förderplanung wird die Jobmappe NRW in den Programmen „100 zusätzliche Ausbildungsplätze“, „Teilzeitberufsausbildung“, „Jugend in Arbeit plus“ und „Werkstattjahr“ eingesetzt. In Partnerschaft mit der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung wird die Jobmappe NRW seit Herbst 2010 auch in SGB II-/SGB III-finanzierten Maßnahmen für Jugendliche genutzt. Der Einsatz an Berufskollegs wird zurzeit erprobt.
Das System „Jobmappe NRW“ – Unterstützung für die individuelle Förderbegleitung
Die Jobmappe NRW ist Eigentum der Jugendlichen und besteht aus drei Teilen: einem DIN A4-Ordner als Printfassung, einem USB-Stick zur digitalen Bearbeitung und Speicherung aller Formulare und Dokumente sowie dem Internetportal jobmappe.nrw.de mit aktuellsten Downloads. Beim eigenständigen Arbeiten mit dem Instrument erhalten die Jugendlichen Unterstützung von den Beratern oder Bildungscoachs.
Die Jobmappe NRW orientiert sich an der individuellen Förder- und Qualifizierungsplanung und funktioniert wie ein Kompetenz-Portfolio mit folgenden Bereichen:
- Profil: Stärken und Interessen sammeln, ordnen und bewerten
- Ziel: Planungen und nächste Schritte dokumentieren und überprüfen
- Beruf: Informationen zum Ausbildungsverlauf, zu Lehrgängen und Prüfungsvorbereitungen festhalten
- Bewerbung: Unterlagen und Dokumente sammeln und sortieren
- Informationen: Wichtige Kontaktdaten und Adressen
Aus der Praxis – Träger und Jugendliche berichten
Wie die Förderbegleitung mit der Jobmappe NRW in der praktischen Arbeit funktioniert, berichten Träger aus den folgenden Programmen: Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze“, Teilzeitberufsausbildung – TEP, Jugend in Arbeit plus und Werkstattjahr. Die Jugendlichen schätzen die Arbeit mit der Jobmappe NRW und sehen darin ein hilfreiches Instrument auf dem Weg in Ausbildung und Beruf.
- Erfahrungen von Projektträgern – Praxisberichte zum Herunterladen
- Jobmappe NRW im Einsatz – Fotogalerie
jobmappe.nrw.de – das Internetportal für Jugendliche und Bildungsträger
Über das Internetportal stehen die aktuellsten Arbeitsblätter der Jobmappe NRW und zusätzliche Arbeitshilfen für Bildungsträger zur Verfügung. Hier finden junge Erwachsene Informationen, die auf dem Weg in den Beruf helfen, Fähigkeiten und Interessen zu erkennen und für die Berufsplanung zu nutzen. Alle Arbeitsblätter der Jobmappe NRW können digital bearbeitet, als persönliche Dokumente gespeichert und ausgedruckt werden.
Für Träger und Berufskollegs gibt es eine passwortgeschützte Arbeitsplattform. Die Arbeitsplattform hat das Ziel, die Kommunikation mit und zwischen den Trägern bzw. den Berufskollegs zu erleichtern und die praktischen Erfahrungen der Arbeit mit der Jobmappe NRW auszuwerten. Die Arbeitsplattform wird von der G.I.B. im Auftrag des Arbeitsministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen fachlich und redaktionell betreut.
Links und Downloads


