Ausbildung fördern – Faire Chancen für Jugendliche und Betriebe

Junge Menschen haben zum Beginn ihres Arbeitslebens eine faire Chance verdient. Die betriebliche Ausbildung ist für die meisten Jugendlichen nach wie vor der entscheidende Schritt in den Beruf. Die duale Ausbildung hat für die Arbeitspolitik in Nordrhein-Westfalen daher eine zentrale Bedeutung. Eine Reihe von Initiativen und Förderangeboten helfen Jugendlichen beim Einstieg in eine qualifizierte Ausbildung. Gestärkt werden auch Unternehmen, die mitmachen und sich für die Ausbildung engagieren.
Angebote und Initiativen in Nordrhein-Westfalen
Verbundausbildung
Viele kleine und mittlere Betriebe wollen ausbilden, können aber aufgrund ihrer Spezialisierung nicht alle vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte vermitteln. Hier hilft die vom Land geförderte Verbundausbildung mit einem einmaligen Zuschuss zu den Ausbildungskosten.
Ausbildung mit Behinderung
Neue Wege zur betrieblichen Ausbildung fördert die Aktion „100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene in Nordrhein-Westfalen“. Professionell unterstützt können junge Menschen mit Handicap erfolgreich eine Lehre absolvieren.
Teilzeitausbildung
Junge Menschen mit Familienverantwortung haben es oftmals besonders schwer, ihren Wunsch nach einer Berufsausbildung zu realisieren. Damit der Übergang in (Teilzeit)Ausbildung gelingen kann, gibt es das Programm „Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen“ (TEP).
- Weitere Informationen zu „TEP – Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen“
Aktionsplan Ausbildung für türkeistämmige Jugendliche
Mit dem Aktionsplan will die Landesregierung gemeinsam mit den türkischen Generalkonsulaten und den Akteuren der Berufsbildung die Zugänge zur beruflichen Ausbildung für türkeistämmige Jugendliche verbessern. Mehrere zweisprachige Angebote informieren über die vielfältigen Möglichkeiten der dualen Berufsausbildung.
Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)
Da bestimmte Ausbildungsinhalte gesetzlich vorgeschrieben sind, beteiligt sich die öffentliche Hand an der Umsetzung. Durch die Entlastung der Handwerks-, Industrie- und Handelsbetriebe von bestimmten Ausbildungsaufgaben soll außerdem die Ausbildungsbereitschaft und -fähigkeit unterstützt und die Qualität der Ausbildung gesichert und verbessert werden. Gefördert wird die Durchführung der überbetrieblichen Lehrgänge, die in den entsprechenden Rahmenlehrplänen vorgesehen sind. Die Unterweisung erfolgt in Berufsbildungsstätten des Handwerks, der Industrie und des Handels oder in anderen anerkannten Berufsbildungseinrichtungen.
Kooperative Ausbildung an Kohlestandorten
Mit dem „Förderprogramm kooperative Ausbildung an den Kohlestandorten“ unterstützt die Landesregierung Jugendliche in den Bergbauregionen des Landes und ermöglicht ihnen eine außerbetriebliche Ausbildung. Damit sollen strukturell mehr Betriebe in den Kohlerückzugsgebieten gewonnen werden, durch Ausbildung jungen Menschen in der Region eine berufliche Perspektive zu geben und den Fachkräftenachwuchs zu sichern. TÜV Nord steht bis zum Ausbildungsende als Verbundausbildungspartner zur Verfügung.
Starthelfer Ausbildungsmanagement
Im Rahmen des Projekts werden 20 sogenannte Starthelfer bei den Kammern gefördert. Ihre Aufgabe ist es, Betriebe und Lehrstellensuchende unmittelbar anzusprechen und geeignete Partner zusammenführen. Im Mittelpunkt stehen Betriebe, die besondere Unterstützung benötigen, zum Beispiel solche Betriebe, die wenig oder schlechte Erfahrung mit Ausbildung gemacht haben oder deren Inhaber/innen durch Migrationshintergrund den Umgang mit den zuständigen Behörden scheuen und sich sonst aus der Ausbildung verabschieden würden bzw. gar nicht ausbilden.
3. Weg in der Berufsausbildung
Mit dem Projekt „3. Weg in der Berufsausbildung“ erhalten ausbildungswillige, aber noch nicht ausbildungsreife junge Menschen Unterstützung, um berufliche Kompetenzen oder sogar einen Berufsabschluss zu erwerben. Die Bundesagentur für Arbeit hat das erfolgreiche nordrhein-westfälische Modell als Regelangebot übernommen.




