Arbeitslosigkeit vermeiden – Beschäftigtentransfer nutzen
Um Personalabbau sozialverträglich zu gestalten und betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich wieder in Arbeit zu bringen, können nicht nur Großunternehmen, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen die Instrumente des Beschäftigtentransfers nutzen. Transferagenturen und Transfergesellschaften bieten Alternativen zur Arbeitslosigkeit und unterstützen Unternehmen und Beschäftigte, neue Wege in den Arbeitsmarkt zu beschreiten.
Informationen und Hinweise
Transferagenturen und Transfergesellschaften – Instrumente nutzen
Unternehmen befinden sich angesichts immer neuer Herausforderungen in ständiger Veränderung. Damit verändern sich zugleich die Beschäftigungsmöglichkeiten – Arbeitsplätze können nicht immer erhalten bleiben. In dieser Situation bieten die Instrumente des Beschäftigtentransfers – Transferagenturen und Transfergesellschaften – gute Alternativen. Durch Beratung, Qualifizierung und Praktika ermöglichen sie eine professionelle Unterstützung bei der beruflichen Umorientierung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und begleiten bei der Vermittlung in neue Beschäftigung.
- Transferagenturen sind flexibel einsetzbar
- Transfergesellschaften bieten befristete Arbeitsverhältnisse
Vorteile für Unternehmen
Durch Transferangebote werden Kündigungsschutzklagen vermieden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter scheiden planmäßig aus. Dadurch bleibt der Betriebsfrieden gewährleistet, was sich nicht zuletzt auf die verbliebenen Beschäftigten positiv auswirkt.
Transferdienstleister finden
Eine Reihe von Unternehmen und Institutionen bieten Dienstleistungen zum Beschäftigtentransfer an. Die im Verzeichnis aufgenommenen Träger haben in den letzten Jahren mindestens ein Transferprojekt in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Die Datenbank ermöglicht die Suche nach bestimmten Kriterien wie Postleitzahlen oder Schwerpunktthemen.
Verantwortung für Mensch und Region – NRW will Beschäftigtentransfer weiterentwickeln
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will das Instrumentarium des Beschäftigtentransfers weiter entwickeln und verbessern. Unter dem Titel „Am Wandel wachsen. Mit Beschäftigtentransfer Verantwortung für Mensch und Region“ fand am 25. Oktober 2012 eine Fachtagung statt. Rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung des NRW-Arbeitsministeriums nach Bochum gefolgt. In der Dokumentation finden Sie die Beiträge der Referenten zum Herunterladen.
Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer erläutert im arbeit.nrw.de-Interview das Engagement der Landesregierung. Professor Matthias Knuth vom Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen (IAQ) zeigt die Notwendigkeit von Reformen auf.
- Bericht und Fotogalerie zur Fachtagung
- Interview mit Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer
- Interview mit Prof. Matthias Knuth, IAQ
Mit der Transfergesellschaft in neue Beschäftigung
Eine Transfergesellschaft ist die optimale Lösung bei unvermeidbarem Personalabbau: Nach 125 Jahren ihres Bestehens musste die Aachener Kaiserbrunnen AG den Betrieb einstellen. 29 Beschäftigte, darunter viele gering qualifizierte, verloren ihren Arbeitsplatz. In dieser Situation entschieden sich Geschäftsleitung und Betriebsrat gemeinsam für die Gründung einer Transfergesellschaft. Der Vorteil: Das Unternehmen kann in Ruhe die Abwicklung organisieren und die Beschäftigten erhalten die Chance auf einen raschen Übergang in einen neuen sozialversicherungspflichtigen Job.



