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Weiterbildung für den Wiedereinstieg – Bildungsscheck

Bildungsscheckberatung –Individuell, kompetent, informativ

BildungsscheckberatungMehr als 4.000 Beratungsgespräche zum Bildungsscheck haben Hanni Leepile und ihre Kolleginnen vom Siegener „Beratungsservice Weiterbildung“ bereits geführt. Immer häufiger sind darunter auch Berufsrückkehrerinnen, die von der kompetenten Beratung profitieren und durch eine bedarfsgerechte Weiterbildung ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich verbessern.

„Der Bildungsscheck wird in unserer Region sehr geschätzt. Er wird von der Agentur für Arbeit, von den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten und verschiedensten Institutionen empfohlen, wenn Berufsrückkehrerinnen eine Weiterbildung brauchen. Und dann melden sich die Frauen bei uns“, sagt Hanni Leepile. „Bei uns“, das ist der Beratungsservice Weiterbildung, die zentrale Beratungsstelle für Weiterbildung und Personalentwicklung in der Region Siegen-Wittgenstein und Olpe. Standort ist die „Bildungsvilla“ in Siegen-Geisweid. Dort sind neben Hanni Leepile, die den Beratungsservice Weiterbildung leitet, acht weitere Frauen in der Beratung tätig, allesamt mit viel Erfahrung im Bereich Weiterbildung und Beratung.

Sorgfältige Bedarfsanalyse, präzise Auskünfte

Bildungsscheckberatung„Wenn eine am Bildungsscheck interessierte Frau anruft, erfragen wir zunächst ein paar Basisinformationen, damit wir wissen, welche Beraterin besonders geeignet ist. Dann wird ein Termin vereinbart“, erläutert Hanni Leepile und verweist auf ein besonders kundenfreundliches Angebot: „Bei uns sind auch Termine am Samstag möglich, was Frauen oftmals sehr entgegen kommt.“

Zu Beginn des Beratungsgesprächs informiert die Beraterin über den Bildungsscheck und stellt fest, ob die Interessentin die Voraussetzungen erfüllt. Danach geht es um die Vorbildung, die beruflichen Erfahrungen und die Vorstellungen für die berufliche Zukunft. Der nächste Schritt sind Überlegungen, welche Weiterbildungsmaßnahmen benötigt werden. Anschließend informiert die Beraterin über die speziellen Kompetenzen und Angebote der Bildungseinrichtungen in der Region. Dabei kommt den Mitarbeiterinnen des Beratungsservice Weiterbildung zugute, dass sie mit den Akteuren eng vernetzt sind. „Wir kennen die Bildungsträger seit langem und treffen uns regelmäßig in Arbeitskreisen. Um immer auf dem Laufenden zu sein, telefoniere ich auch sehr viel mit ihnen“, sagt Hanni Leepile. „Außerdem bekommen wir oft ein Feedback von den Bildungsschecknutzerinnen oder anderen Weiterbildungsteilnehmenden.“ Natürlich wird auch über überregionale Bildungsangebote beraten.

Manche Bildungsträger vermitteln ausschließlich fachliche Kenntnisse und Fertigkeiten. Andere bieten zusätzlich auch Einzelgespräche an oder unterstützen die Bewerbungsaktivitäten, zum Beispiel durch das Einüben von Vorstellungsgesprächen. „Frauen, die lange aus dem Berufsleben heraus waren, brauchen solche Angebote, auch um mehr Selbstbewusstsein und Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu erlangen“, so die Erfahrung von Hanni Leepile. Grundsätzlich wird auch auf das Angebot der Agenturen für Arbeit verwiesen, die über ihre Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt regelmäßige Informationsveranstaltungen für Berufsrückkehrerinnen durchführen.

Am Ende der Beratung wird der Bildungsscheck ausgestellt. Er gilt grundsätzlich für drei verschiedene Bildungseinrichtungen, die Nutzerin entscheidet, bei welchem von ihnen sie ihn einlöst. Selbstverständlich begründen die Beraterinnen ihre Auswahl, „und wir empfehlen jeder Bildungsschecknutzerin: Sehen Sie sich die in Frage kommenden Einrichtungen vorher an, und lassen Sie sich genau erklären, welche fachlichen und weiteren Angebote es gibt.“

Unterstützung für die berufliche Neuorientierung

BildungsscheckberatungEtwa 80 Prozent der Wiedereinsteigerinnen, die wegen einer Bildungsscheckberatung in die „Bildungsvilla“ kommen, haben im Büro gearbeitet, und der größte Weiterbildungsbedarf besteht im Bereich PC und Kommunikationstechnologien. Wenn eine Frau nur relativ kurze Zeit aus dem Beruf heraus war, reicht manchmal ein Kurs zu den aktuellen Computerprogrammen. Aber eine kaufmännische Angestellte, die nach zehn Jahren Familienphase wieder einsteigen will, sieht sich völlig veränderten Sekretariatsabläufen und Aufgaben gegenüber. Noch schwieriger wird es, wenn sie eine Teilzeitarbeit sucht. „In solchen Fällen sehe ich es als unsere Pflicht an, ein Bewusstsein für die Realitäten auf dem Arbeitsmarkt herzustellen.“

Oft erlebt Hanni Leepile auch, dass eine Frau noch diffuse Vorstellungen hat, was sie beruflich machen will. Oder dass die Veränderungen, die sich in der Familie und in der Alltagsorganisation ergeben, nicht durchdacht sind. Im Rahmen einer Bildungsscheckberatung lassen sich bei so komplexen Herausforderungen zwar keine vollständigen Lösungen entwickeln, aber die professionelle Beratung unterstützt die Berufsrückkehrerinnen individuell dabei, sich neu zu orientieren. „Die Beratung und der Bildungsscheck sind für viele Frauen ein wichtiger Anstoß, sich intensiv um die Rückkehr ins Berufsleben zu kümmern. Sie erkennen, dass es notwendig und sinnvoll ist, dafür Zeit und Geld zu investieren“, so Hanni Leepile. „Wenn wir dann von einer Frau hören, dass sie eine Arbeit gefunden hat, freuen wir uns sehr. Diese Rückmeldungen sind der Motor für unser Team.“

Links

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