Brücken bauen in den Beruf – Ministertour zum "Frau und Beruf Tag"
Frauenerwerbstätigkeit erfahren – Minister Schneider macht Station in der Region Aachen
Bessere Rahmenbedingungen für die Erwerbstätigkeit von Frauen, bessere Berufs- und Karrierechancen und eine geschlechtergerechte Bezahlung – das sind wichtige Anliegen der Landesregierung. Um sich über die Erwerbssituation von Frauen zu informieren und mehr über die Arbeitsbedingungen vor Ort zu erfahren, besuchte NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider mehrere, vom Land und aus Mitteln des ESF geförderte Projekte.
Auf seiner Tour suchte Minister Schneider das Gespräch und den intensiven Erfahrungsaustausch mit den beteiligten Akteuren und Akteurinnen. „In Nordrhein-Westfalen setzen wir uns dafür ein, das Prinzip ‚Gute Arbeit’ auch für Frauen durchzusetzen“, so der Minister.
„Pflege-Innovationen in der Gesundheitsregion Aachen“ (PIA)
Gute Arbeit – auch in der frauendominierten Pflegebranche
„Pflege-Innovationen in der Gesundheitsregion Aachen“ (PIA) heißt ein vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW und mit EU-Mitteln gefördertes Projekt. Drei Krankenhäuser, drei stationäre Altenpflegeeinrichtungen und zwei ambulante Pflegedienste nahmen an dem Projekt teil. Ziel war, das Prinzip ´Gute Arbeit’ auch in der frauendominierten Pflege-Branche zu realisieren.
Picco Bella gGmbH: Aufbau einer Integrationsabteilung - Zwölf neue Arbeitsplätze für Frauen mit Behinderung
Psychisch kranken Menschen sowie Menschen mit einer Körper- oder Sinnesbehinderung ist der Zugang zum regulären Arbeitsmarkt oft komplett versperrt. Umso bemerkenswerter die neue Integrationsabteilung der Picco Bella gGmbH in Aachen. Hier entstehen in den beiden kommenden Jahren zwölf Arbeitsplätze für schwerbehinderte Frauen.
Systemische Beratung in Bedarfsgemeinschaften
„Frauen sind der Dreh- und Angelpunkt“
In zu vielen Fällen lässt die Arbeitsmarktintegration von Bedarfsgemeinschaften mit Erwerbseinkommen und ergänzenden Leistungen aus dem SGB II zu wünschen übrig. Ein neuer Ansatz, die „systemische Beratung“, soll helfen, Bedarfsgemeinschaften wirtschaftlich unabhängig zu machen von staatlichen Hilfeleistungen. Gefördert wird der Ansatz im Rahmen des Projekts „Aristoteles“ vom Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds. 75 Bedarfsgemeinschaften (Paare oder Einzelpersonen mit einem oder mehreren Kindern), die trotz eigenen Erwerbseinkommens auf aufstockende SGB II-Leistungen angewiesen sind, konnten im Rahmen des Projekts unterstützt werden. Oberstes Ziel: Mit systemischer Beratung möglichst viele Menschen aus Bedarfsgemeinschaften unabhängig werden zu lassen von passiven Leistungen des SGB II.
Berufliche Chance für junge Mütter und Väter
Teilzeit-Ausbildung im Institut für Operations Research und Management GmbH (INFORM)
Junge Menschen mit Familienverantwortung haben es oft besonders schwer, ihren Wunsch nach einer Berufsausbildung zu realisieren. Ihnen bietet eine Ausbildung in Teilzeit die Chance, erfolgreich ins Erwerbsleben einzusteigen. Mehr als 500 jungen Menschen, vor allem Alleinerziehende, ist mit Hilfe des vom Land Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds finanzierten Programms „Teilzeitberufsausbildung - Einstieg begleiten - Perspektiven öffnen“ (TEP), der Übergang in eine Teilzeitausbildung gelungen. Eine von ihnen ist Melanie Strissel, Mutter einer zu Ausbildungsbeginn 17 Monate alten Tochter, die mit Unterstützung von Karin Wieder vom Sozialwerk Aachener Christen (SAC) eine Teilzeit-Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation im Institut für Operations Research und Management GmbH (INFORM) in Aachen aufnehmen konnte.


