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Bildungsscheck NRW - Praxiserfahrungen

„Ausstieg aus dem 400-Euro-Job geschafft“

Marion Doepner absolvierte mit dem Bildungsscheck einen Kurs zur Finanzbuchhaltung und fand einen neuen Job als Buchhalterin. Die gelernte Steuerfachgehilfin mit abgeschlossenem Architekturstudium ist 46 Jahre alt und hat längere Zeit im Minijob gearbeitet.

Bildungsscheck-Nutzerin „Ich habe eine Ausbildung zur Steuerfachgehilfin gemacht, mit einer Zusatzqualifikation zur Finanzbuchhalterin. Nach einigen Berufsjahren habe ich ein Architekturstudium angehängt und abgeschlossen. Dann war ich längere Zeit in der Familienphase. Heute sind meine Kinder groß genug und brauchen mich nicht mehr so sehr. Zunächst habe ich in einem 400 Euro-Job wieder angefangen zu arbeiten. Doch die Stelle war ohne Perspektive.

Über die Beratung bei der Arbeitsagentur habe ich schließlich vom Bildungsscheck erfahren und im Internet nachrecherchiert. Dadurch bin ich auf die Wirtschaftsförderung in Unna gestoßen, die mir bei der Suche nach passenden Angeboten geholfen hat. Dann ging alles ganz schnell und ich konnte mich mit dem Bildungsscheck sogar noch kurzfristig für den Kurs anmelden.

 Der Kurs zur Finanzbuchhaltung fand bei einer sehr anerkannten Steuerfachschule statt und dauerte über drei Monate. Den Bildungsscheck habe ich dafür voll ausgeschöpft. Es hat sich gelohnt und ich habe inzwischen eine qualifizierte 30-Stunden-Stelle gefunden. Bei der neuen Firma mache ich die komplette Buchhaltung. Ich bin sehr froh, dass ich einen Weg aus dem 400-Euro-Job gefunden habe. Ich bin jetzt fast am Ziel meiner Träume.“

 

Ich wollte in mich investieren – und zwar richtig“

Gabriele Reinhards hat mit dem Bildungsscheck eine Fortbildung zur Rechtlichen Betreuerin gemacht und als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Die Lehrerin für Geografie und Sport ist 56 Jahre alt und geschieden.

Bildungsscheck-Nutzerin „Ich war 29 Jahre verheiratet und habe mich um Haus und Hof gekümmert. Nach der Scheidung musste ich mich komplett neu orientieren. Aus gesundheitlichen Gründen kann ich in meinem Beruf als Sportlehrerin nicht arbeiten und habe mich deshalb entschlossen, eine Qualifizierung zur rechtlichen Betreuerin zu machen. Das heißt, ich übernehme als eine Art Vormund die rechtliche Vertretung eines volljährigen Menschen, der eine körperliche, geistige oder seelische Behinderung hat.

Die Fortbildung läuft über ein halbes Jahr und ist vergleichsweise aufwendig und teuer. Ich hatte alles genau ausgelotet. Als Berufsrückkehrende bekomme ich aber keine finanzielle Unterstützung, wie sie etwa Arbeitslose erhalten. Ich hatte dann das Glück, dass ich an die richtigen Beraterinnen geraten bin und so vom Bildungsscheck erfahren habe. Es war alles ganz unbürokratisch und ich konnte mich zügig für die Weiterbildung anmelden.

 Die Fortbildung habe ich als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Von Anfang an war für mich klar, dass ich in mich investiere – und zwar richtig. Alles andere ist Geldverschwendung. Ich freue mich darauf, jetzt richtig loszulegen.“